Unser Glossar

In unserem Glossar haben wir für Sie alle wichtigen Begriffe mit Erläuterung auf einen Blick alphabetisch zusammengestellt. Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne über unser Kontaktformular zur Verfügung.

Mit besten Grüßen
Ihr SWISS FOOD Team


BioVO: SR 910.18

Verordnung vom 22. September 1997 über die biologische Landwirtschaft und die Kennzeichnung biologisch produzierter Erzeugnisse und Lebensmittel.


BRC – Global Standard

Der BRC Standard ist ein Standard des British Retail Consortiums und wurde bereits 1998 eingeführt. Er hat neben dem IFS Standard derzeit die größte Bedeutung für alle Firmen, die Lebensmittel an britische Einzelhandelsunternehmen exportieren wollen. Er findet in der Praxis Anwendung auf den Stufen Produktion und Verwaltung. Die fünfte Version des BRC Standards (Vers. 5) ist seit dem 1. Juni 2008 gültig.


Coceral GHP

Global Standard Packaging Food
Zertifizierung für Lebens- und Futtermittel nach den Anforderungen des Europäischen Kodex der Guten Handelspraxis (GHP) für Lebens-und Futtermittel unter Anwendung des HACCP gemäß Codex Alimentarius.

GTP (Good Trade Practice) bzw. GHP (Gute Handelspraxis)
Dieser Standard wurde von COCERAL erarbeitet und herausgegeben. GTP stellt vereinfachte Systeme zur Qualitätssicherung bei der Lagerung, der Aufbereitung und dem Transport von Getreide sowie anderen Feldfrüchten dar. Anwender dieses Standards sind Händler.

Ziel: Es soll sichergestellt werden, dass Waren gemäß des gegenwärtig besten fachlichen Standards und im Einklang mit der europäischen Gesetzgebung gehandelt werden, um das Vertrauen der Verbraucher zu erhalten.


FAMI-QS

Importieren Sie Produkte für die Futtermittelkette aus Drittländern?
Dann könnte dieser Standard wichtig für Sie sein!

Zwölf global agierende Industrieunternehmen, die Futtermittelzusatzstoffe und -vormischungen erstellen, schlossen sich im Jahre 2004 zusammen. Sie entwickelten einen Standard, der den Forderungen der EU-Regularien nach Hygiene und den entsprechenden Anforderungen gerecht wird und zugleich für Unternehmen der betroffenen Branche anwendbar ist.

Die Ziele dieses Standards sind die Sicherheit von Zusatzstoffen und Vormischungen zu gewährleisten sowie die Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit auf jeder Stufe der Futtermittelkette. Das Ganze soll in Übereinstimmung mit den Anforderungen der europäischen Futtermittelhygiene stattfinden.


FSSC22000 + PAS 220

FSSC 22000 & PAS 220:2008 wurde auf der Grundlage der ISO 22000:2005 speziell für die produzierende Lebensmittelindustrie entwickelt und passt sich somit noch besser an die spezifischen Anforderungen der Lebensmittelbranche an. Die Spezifikation PAS 220:2008 wurde durch Vertreter des europäischen Handels und namhafter Lebensmittelkonzerne abgestimmt und schafft somit alle Weichen, um den konkreten Anforderungen der Global Food Safety Initiative GFSI gerecht zu werden.

Mit diesem Standard sind Ihnen qualitativ hochwertige Lebensmittel garantiert, die nicht nur Sicherheit für den Verbraucher bieten, sondern Ihnen als Hersteller außerdem die Sicherheit geben, am Markt bestehen zu können.


Global GAP

Der GLOBALGAP-Standard wurde in erster Linie entwickelt, um das Vertrauen der Verbraucher in die landwirtschaftliche Erzeugung von Nahrungsmitteln zu erhalten. Erreicht werden soll dieses durch die Verminderung umweltschädlicher Einflüsse durch die Landwirtschaft, die Reduzierung des Einsatzes von Medikamenten und chemischen Pflanzenschutzmitteln sowie die Umsetzung von Maßnahmen für die Sicherheit und Gesundheit von Mensch und Tier.

GLOBALGAP dient als praktisches Handbuch für eine gute Agrarpraxis (G.A.P.) überall in der Welt. Die Basis ist eine gleichberechtigte Partnerschaft von landwirtschaftlichen Produzenten und Händlern, die effiziente Zertifizierungsstandards und -verfahren etablieren wollen.


GMP+

Good Manufacturing Practice (GMP+) steht für gute Qualität und Qualitätssicherung im Futtermittelsektor.

Der niederländische Markenverband für Tierfutter hat die gesetzlichen Anforderungen aus dem Nahrungsmittelbereich auf den Tierfutterbereich übertragen und somit der engen Verzahnung dieser beiden Bereiche Rechnung getragen.

Die Zielsetzung der HACCP-Systematik: Beherrschung von Gefahren für die Gesundheit vom Endverbraucher - konnte ohne Einbindung des Futtermittelsektors nicht erfolgreich umgesetzt werden. Somit wurde u.a. die Thematik der Rückverfolgbarkeit und der Risikobetrachtung mittels dieses Standards aufgenommen und in den Betrieben erfolgreich umgesetzt.

Ein Frühwarnsystem zur besseren Kommunikation und Gefahrenbeseitigung wurde installiert und seitdem erfolgreich praktiziert.


Gost-R

Die sogenannten GOST-R-Zertifikate sind in Russland der derzeit einzige, wirklich zuverlässige Qualitätsnachweis. Das entsprechende Gesetz wurde im Jahre 2004 verabschiedet. Die sonst üblichen Zertifikate wie ISO oder IFS sind in Russland nicht bekannt und werden zudem auch nicht anerkannt.

Das gesamte GOST-R Verfahren ist sehr umfangreich und jeweils im Einzelfall zu klären.


HACCP-Anforderungen

Am 1. Januar 2006 ist die Verordnung 852/2004 über Lebensmittelhygiene in Kraft getreten. Artikel 5 dieser Verordnung verpflichtet Lebensmittelunternehmer zur Einrichtung, Durchführung und Aufrechterhaltung sowie stetiger Anpassung eines HACCP/Eigenkontrollsystems.

Gegenüber den Lebensmittelüberwachungsbehörden müssen nun alle Firmen, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, einen entsprechenden Nachweis erbringen, dass ein HACCP-Konzept erfolgreich aufgebaut und aufrechterhalten wird.


HACCP-Gefahrenanalyse

Jeder, der Lebens- und/oder Genussmittel herstellt, verarbeitet, lagert, transportiert oder abgibt, ist gemäß der VO EU 852/2004 verpflichtet über ein Konzept zu verfügen, welches eine Risiko-, Gefahrenanalyse sowie kritische Lenkungspunkte (HACCP) beinhaltet.

In diesem Konzept können beispielsweise enthalten sein:
die Zusammenstellung eines HACCP-Teams
die Organisation von Schulungen
die Gewährleistung guter Herstellungspraxis in den Bereichen Produkt- und Produktionshygiene
Personalhygiene, Reinigung und Desinfektion, Schädlingsbekämpfung

Die VO EU 852/2004 fordert von Ihnen außerdem die Erstellung von Fließdiagrammen, die regelmäßig überprüft und den jeweiligen Anforderungen angepasst werden sollen.


HACCP-Konzept

Das HACCP-Konzept ist ein systematischer Weg zur Sicherstellung der Lebensmittelsicherheit. Das Verfahren bedeutet eine Abwendung von der Endkontrolle eines Produkts hin zur Prozesssteuerung. Die Umstellung von der Endkontrolle auf präventive Maßnahmen stellen die Betriebe der Gemeinschaftsverpflegung vor eine völlig neue Aufgabe.

Insbesondere die Durchführung einer ausführlichen Risikoanalyse und deren Ergebnisdarstellung kommt gemäß der neuen Gesetzgebung besondere Bedeutung zu. Genau in diesem Punkt existieren Schnittstellen zu weiteren Lebensmittelstandards, die eine analoge Vorgehensweise fordern (z.B. IFS, ISO 22000...).


Health-Claims-Verordnung

Mit Health-Claims-Verordnung wird die Verordnung EG Nr. 1924/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Dezember 2006 über Nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel bezeichnet.

Gesundheits- und Verbraucherschutz:
Die Verbraucher sollen besser über die Zusammensetzung von Lebensmitteln und Lebensmittelbestandteile informiert werden.
Harmonisierung des EU-Binnenmarktes:
Die Rechtssicherheit aller Wirtschaftsteilnehmer in der Europäischen Union soll durch EU-einheitliche Regelungen erhöht werden.


IFS Household & Personal Care Standard (HPC)

Der HPC-Standard ist der neue Standard für Unternehmen, die Haushalts- und Körperpflegeprodukte verarbeiten oder handhaben.

Produkte, die in den Anwendungsbereich des Standards fallen, sind:
Kosmetikprodukte: z.B. Shampoo, Zahnpasta, abwaschbare Tattoos, Make-up für Kinder oder Puppen, Pflaster etc.
Chemische Haushaltsprodukte: Produkte zur Geruchsverbesserung, Insektenbekämpfungsmittel, Reinigungs- und Poliermittel.
Haushaltsartikel: z.B. Papp- und Plastiktassen/-Teller/-Besteck, Müllbeutel, Schwämme etc.
Produkte für die Körperhygiene: z.B. Haarbürsten, Tücher, Perücken, Schmuck, Zahnstocher, Zahnseide etc.


IFS – International Food Standard

Der IFS ist Lebensmittelsicherheits- und Qualitätsstandard in einem. Er wurde entwickelt, um die Kompetenz der Lebensmittelhersteller bei der Lebensmittelsicherheit und -qualität mit einem Werkzeug zu prüfen. Dies spart Zeit und Geld.

Der IFS ist risikobasiert. Das bedeutet, dass Sie Ihre eigene Lösung, die für Sie geeignet ist, entwickeln können. Der IFS-Auditor prüft während des Audits nur, ob Ihre Lösung funktioniert und die Herstellung von sicheren Produkten gewährleistet. Der IFS verlangt keine speziellen Verfahren oder Maschinen, wenn dies nicht notwendig ist, um einen sicheren Prozess für Ihre Produktion zu entwickeln.


ISO 22000 – der Lebensmittelsicherheits-Standard

Seit dem 30.09.2005 ist der Standard ISO 22000:2005 (Food Supply Chain) für die gesamte Lebensmittelkette gültig. Die dazu notwendigen sogenannten Durchführungsbestimmungen ISO 22004 wurden Anfang November 2005 publiziert.

Ziel dieser Norm ist eine weltweite Harmonisierung der Lebensmittelsicherheit. Es existieren viele Schnittstellen zu bereits bestehenden Standards wie z.B. dem IFS  und BRC. Der Standard entspricht zudem in vielen Aspekten den Forderungen der VO (EG) 852/ 2004. Die ISO 22000:2005 kann innerhalb der gesamte Lebensmittelkette angewendet werden.


ISO 27001:2005

Die internationale Norm ISO 27001 spezifiziert die Anforderungen für Herstellung, Einführung, Betrieb, Überwachung, Wartung und Verbesserung eines dokumentierten Informationssicherheits-Managementsystems unter Berücksichtigung der Risiken innerhalb der gesamten Organisation. Hierbei werden sämtliche Arten von Organisationen (z.B. Handelsunternehmen, staatliche Organisationen, Non-Profit-Organisationen) berücksichtigt.

Die ISO/IEC 27001:2005 soll für verschiedene Bereiche anwendbar sein, insbesondere:

zur Formulierung von Anforderungen und Zielsetzungen zur Informationssicherheit
zum kosteneffizienten Management von Sicherheitsrisiken
zur Sicherstellung der Konformität mit Gesetzen und Regulatorien
als Prozessrahmen für die Implementierung und das Management von Maßnahmen zur Sicherstellung von spezifischen Zielen zur Informationssicherheit
zur Definition von neuen Informationssicherheits-Managementprozessen
zur Identifikation und Definition von bestehenden Informationssicherheits-Managementprozessen
zur Definition von Informationssicherheits-Managementtätigkeiten
zum Gebrauch durch interne und externen Auditoren zur Feststellung des Umsetzungsgrades von Richtlinien und Standards


ISO 31000 - Standard zum Thema Risikomanagement

Im Oktober 2009 wurde der weltweit gültige Standard zum Thema Risikomanagement zusammen mit dem überarbeiteten ISO IEC Guide 73 „Vocabulary” veröffentlicht.

Die drei verankerten Prinzipien in der ISO 31000:
Risikomanagement wird als Führungsaufgabe verstanden,
es wird versucht einen Top-down-Ansatz umzusetzen,
die ISO 31000 stellt eine sehr allgemein gehaltene Basis dar, die versucht, alle verschiedenen Risiken in einer Organisation zu berücksichtigen.

Um eine breite Anwendbarkeit zu ermöglichen, wurde die ISO 31000 recht allgemein konzipiert.
Zur erfolgreichen Anwendung der ISO 31000 wurden zudem drei Leitfäden herausgegeben:

Einbettung des Risikomanagements in das Managementsystem
Methoden der Risikobeurteilung
Notfall-, Krisen- und Kontinuitätsmanagement

Außerdem:
Das komplette System basiert auf dem Prinzip des PDCA-Zyklus (Plan – Do – Check – Act).
Die ISO 31000 versucht ALLE Risiken und deren Bewältigung in einer Organisation zu erfassen --> Top-Down-Verfahren.


OHSAS 18001:2007

Occupational Health and Safety Assessment Series (OHSAS) lehnt sich sehr eng an die ISO 9001 und 14001 an und verspricht umfassenden Arbeitsschutz.

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